Christianshof der Archehof

 


Christianshof Middoge  der Archehof goes SOLAWI.

Der Gärtner Joachim Buss und der Landwirt Lars Ulmke gehen eine Kooperation mit der SOLAWI Frya Fresena ein.

Solidarische Landwirtschaft ist eine alte, aber doch innovative Strategie für eine lebendige, nachhaltige und umweltbewusste Landwirtschaft. Gleichzeitig stellt sie die Existenz der Menschen, die mit und in ihr arbeiten, sicher, fördert und stützt eine vielfältige, familiäre und bäuerliche Landwirtschaft.

Sie stellt regionale und saisonale Lebensmittel bereit und ermöglicht Menschen einen neuen Bildungs,- und Erfahrungsraum.

 

 

Die Produktpalette ist groß: auch Bunte Bentheimer Schweine gibt es auf dem Christianshof in Middoge.
Bild: Ulmke
Aktion

Ernte wird miteinander geteilt

Middoge Es ist eine besondere Form der Landwirtschaft, die Lars Ulmke und Joachim Buss anbieten wollen: Der Landwirt aus Middoge und der Gärtner aus Aurich haben gemeinsam die Solidarische Landwirtschaft (Solawi) „Frya Fresena“ gegründet – und bereits jetzt viele Interessierte gefunden.

Informationstreffen

Gegründet haben die Solidarische Landwirtschaft „Frya Fresena“ Lars Ulmke aus Middoge und Joachim Buss aus Aurich. Für alle, die sich für diese besondere Form der Landwirtschaft interessieren und Lust haben, sich zu beteiligen, gibt es eine Infoveranstaltung. Dazu laden der Vereinsvorstand und die zugehörigen Landwirte der SoLaWi am Donnerstag, 14. September, ab 19 Uhr in die Alte Pastorei in Middoge ein. Infos gibt es auch auf der Facebookseite „Solawi Frya Fresena“.

Die Idee: Jedes Mitglied dieser Solawi zahlt einen monatlichen Beitrag in die Gemeinschaftskasse. Mit diesem Geld wirtschaftet der Landwirt. Im Gegenzug erhält jedes Mitglied einmal pro Woche Lebensmittel. Dabei handelt es sich um eine breite Produktpalette: Obst, Gemüse, Getreide, Milch und verschiedenste Fleischsorten.

„Schon länger hat mich diese Idee beschäftigt, aber wir bauen kein Obst und Gemüse an, sondern nur Fleisch“, so Lars Ulmke vom Christianshof in Middoge. Doch das Angebot einer Solawi sollte möglichst vielfältig sein. Nur durch Zufall hat Ulmke erfahren, dass Joachim Buss aus Aurich etwas Ähnliches vorhat. „Sofort haben wir uns zusammengesetzt und entschieden, die erste Solawi in Friesland zu gründen.“

In anderen Orten ist die Idee der Solawi schon verbreitet – etwa in Oldenburg oder Bremen. Deshalb wussten Ulmke und Buss auch, was für die Gründung nötig ist: In einem Agrarplan wird festgelegt, wie hoch die monatlichen Beiträge sind – was auch von der Anzahl der Mitglieder abhängt. Der Nachteil: ist die Ernte schlecht, gibt es weniger Produkte. Die Vorteile: Ist die Ernte gut, bekommt jeder natürlich mehr. „Ob er will oder nicht“, scherzt Ulmke.

Und damit die Abnehmer auch wissen, was sie mit einer großen Menge eines Produkts anfangen können, sind zusätzlich „kommunikative Tage“ geplant, an denen Lebensmittel gemeinsam eingekocht werden. „Dann kommen alle Mitglieder zusammen und wir machen eine große Menge Sauerkraut oder backen Brot.“ Schon jetzt freut sich Ulmke darauf: „Dann kommen Jung und Alt zusammen und es werden sicher Freundschaften geschlossen.“

Darüber hinaus besteht aber auch die Möglichkeit, nicht benötigte Erzeugnisse an andere Mitglieder abzugeben oder aber für den normalen Hofverkauf bereitzustellen. „Das erwirtschaftete Geld kommt dann wieder der Gemeinschaftskasse zugute – solidarisch eben.“

Weitere Vorteile: Jeder, der möchte, kann seine eigenen Produkte auf den Höfen kontrollieren – und sogar Wünsche und Ideen zum Anbau äußern. Die werden dann unter den Mitgliedern abgestimmt.

An jedem Freitag können die zuvor angegebenen Erzeugnisse entweder in Middoge oder in Aurich abgeholt werden. Egal für welche Produkte man sich entschieden hat: Ob Fleisch oder Gemüse – beides wird auf beiden Höfen bereitgestellt, damit weite Fahrten mit dem Auto vermieden werden. „Zudem können natürlich auch Fahrgemeinschaften gebildet werden.“

Damit das möglich wird, können sich Interessierte zu einer ersten Infoveranstaltung in Middoge treffen.

NWZonline.de Region Friesland

Ein offizieller                                            Archehof

26.06.2017

Ein offizieller   Archehof

NWZonline

Selbst der starke Regen hat die Laune von Familie Ulmke am Wochenende nicht getrübt – zu sehr haben sie sich gefreut. Am Samstag ist ihr Christianshof in Middoge nämlich offiziell zum „Archehof“ ernannt worden. Die Urkunde und die Plakette überreichte Katharina Stanzel von der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen (GEH). Nun ist der Christianshof einer von 20 Archehöfen in Niedersachsen. Sie alle verbindet ein Ziel: sie möchten alte und vor dem Aussterben bedrohte Nutztierrassen erhalten. Familie Ulmke hat zum Beispiel Bunte Bentheimer Schweine – aber auch Ostfriesische Möwen (Hühner), Meißner Widder (Kaninchen), Bronzeputen und Emdener Gänse. Mit einem Hoffest hat die Familie die Ernennung gefeiert. Zum Gratulieren war unter anderem auch die stellvertretende Landrätin Marianne Kaiser-Fuchs gekommen.

 

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Der Christianshof in Middoge

Der Christianshof liegt am Rande des Dorfes Middoge im Wangerland. Bewohnt wird er seit dem Ende der 90er Jahre von der Familie Ulmke.

Zur Zeit wird der Gulfhof neben der Familie mit ihren vier Kindern auch von vielen vor dem Aussterben bedrohten Nutztieren bewohnt.

Seit diesem Jahr ist der Hof ein offizieller „Archehof“. Der Hof widmet sich dem Erhalt alter Nutztierrassen: Bunte Bentheimer (Schweine), Ostfriesische Möwen (Hühner), Meißner Widder (Kaninchen), Bronzeputen, Emdener Gänse (siehe: unsere Tiere).

Erbaut wurde der Hof um 1850. Er ist der größte Gulfhof im Wangerland aus dem 19. Jahrhundert. Dieses macht den Christianshof zu einem wichtigen baukulturellem Zeugnis im Jeverland und war auch einer der Gründe, ihn im Jahr 1999 unter Denkmalschutz zu stellen. In den letzten Jahren wurden die Gebäude aufwendig saniert und liebevoll aufgearbeitet.

Der Hof wird inzwischen mit dem Gedanken der Nachhaltigkeit bewirtschaftet. Neben dem Erhalt der bedrohten Nutztierrassen ist der Christianshof auch ein Ort der Begegnung.

Es werden für Kindergärten, Schulklassen und auch andere Besuchsgruppen (z.B. Konfirmanden) Veranstaltungen angeboten. Kindern und Jugendlichen, auch solchen mit emotionalen und sozialen Störungen, soll die Natur wieder ein Stück näher gebracht werden (siehe Aktivitäten).

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

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